Unternehmensmonitor Familienfreundlichkeit 2019 veröffentlicht

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Studie zur betrieblichen Familienfreundlichkeit in Deutschland

Der Unternehmensmonitor Familienfreundlichkeit 2019 zeigt den aktuellen Stand und die Entwicklung der betrieblichen Familienfreundlichkeit in Deutschland – aus der Perspektive der Personalverantwortlichen und der Beschäftigten. Damit setzt das Institut der deutschen Wirtschaft eine Untersuchungsreihe fort, die durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird. Seit 2003 gibt sie jeweils im Abstand von drei Jahren Einblicke in die Verbreitung von familienfreundlichen Maßnahmen und die Entwicklung der Unternehmenskultur. Der aktuelle Unternehmensmonitor Familienfreundlichkeit basiert bereits zum zweiten Mal auf Befragungen von Personalverantwortlichen und Beschäftigten.

 

Unternehmen werden nicht nur Mütter- sondern auch Väterfreundlicher

Zu einem der wichtigsten Ergebnisse der Befragung gehört, dass der Anteil von Unternehmen mit einer ausgeprägt familien­freundlichen Unternehmenskultur seit 2015 zugenommen hat – sowohl aus Sicht der Unter­nehmen als auch aus Sicht der Beschäftigten. Personalverantwortliche würden langsam erkennen, dass die Familienfreundlichkeit für die meisten Arbeitnehmer – auch für diejenigen ohne akute Betreuungsverantwortung – ein zentrales Kriterium der Arbeitgeberattraktivität ist. Eine Führungskultur, die Familienbelange im Blick hat, werde zudem als ein zentrales Merkmal für eine ausgeprägt familienfreundliche Unterneh­menskultur empfunden.

Der Blick gilt in den Unternehmen in Hinblick auf Familienfreundlichkeit nicht mehr nur den Müttern: Väter rücken stärker in den Fokus. Eine ausgeprägt familienfreundliche Unternehmenskultur gehe – so heißt es im Unternehmensmonitor – mit wenigen Ausnahmen mit einem erhöhten Engagement für Maßnahmen zur Förderung von Vätern einher. Sie könnte damit auch einen Beitrag zur Veränderung von Rollenbildern leisten.

 

Zufrieden mit Arbeitszeit, Ausbaumöglichkeit beim Arbeitsort

Die Verbreitung familienfreundlicher Maßnahmen sei in den Unternehmen im Vergleich zur letzten Erhebung im Jahr 2015 zum Teil deutlich gestiegen. Dies gelte insbesondere für

  • die Individualisierung von Arbeitszeitmodellen,
  • eine Teilzeit- beziehungsweise phasenweise Beschäftigung während der Elternzeit,
  • die Freistellungen zur Betreuung von Kindern und pflegebedürftigen Angehörigen.

Knapp neun von zehn Beschäftigten gaben in der Befragung an, dass ihre Arbeitszeiten im Allgemeinen (sehr) gut mit ihren familiären und sozialen Verpflichtungen außerhalb des Berufs vereinbar sind. Verbesserungspotential gibt es bei der Möglichkeit des ortsungebundenen Arbeitens: die Möglichkeiten dafür haben seit 2015 zwar zugenommen, bewegen sich im Durchschnitt aber noch auf einem niedrigen Niveau.

Die komplette Studie steht auf der Website des BMFSFJ zum kostenlosen Download zur Verfügung.

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