Peschel-Gutzeit, Scheidungen in Palästina, Kuckucksväter, Unterhaltsvorschuss

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Familienrechtliche Presseschau November 2016

Die FamRZ verfolgt für Sie die Berichterstattung in den Medien zu aktuellen familienrechtlichen Themen. Einmal monatlich veröffentlichen wir auf famrz.de einen Überblick über die interessantesten Artikel – zum Weiterlesen, Diskutieren oder Wundern.

 

Porträt einer Kämpferin: Sie hat Männern gezeigt, was Frauen leisten können

SPON | Heike Klovert und Maria Feck

Lore Maria Peschel-Gutzeit studierte Jura in den 50iger Jahren; in einer Zeit, in der Justiz und Politik noch Männerdomänen waren. Selbstbewusst kämpfte sie sich trotzdem gegen alle Widerstände nach oben. Heute – mit 84 Jahren – ist sie noch immer Anwältin für Familienrecht in Berlin. Der Spiegel hat ihr im November ein Multimedia-Porträt gewidmet.

 

Scheidungsanwältin in Ramallah "Ich hasse die traditionelle Ehe"

SPON | Karin Laub und Mohammed Daraghmeh

Auch heute ist es mancherorts nicht selbstverständlich, Frauen im Familienrecht zu finden. Reema Shamasneh ist Scheidungsanwältin in Palästina. Im Porträt von Spiegel Online berichtet sie, welche Kämpfe sie jeden Tag bei Gericht ausfechten muss – in einem Land, in dem sich eine Frau nur scheiden lassen darf, wenn ihr Mann zustimmt.

 

Kuckucksväter: Auf Untreu und Glauben

Zeit.de | Constantin van Lijnden

Mit Vätern von Kuckuckskindern beschäftigt sich ein Artikel in der Zeit: auch der Gesetzentwurf zur Reform des Scheinvaterregresses, der noch dieses Jahr den Bundestag passieren soll, ändere an deren Situation nicht viel, so der Autor. Er wirke nur auf den ersten Blick wie ein Rettungsakt für Scheinväter. "Doch den Unterhaltsregressanspruch, zu dessen Durchsetzung der Auskunftsanspruch gerade dient, entwertet er im selben Atemzug so weit, dass man gleich auf beides hätte verzichten können."

 

Unterhaltsvorschuss und Hartz IV: "Wir brauchen Freibeträge für die Mütter"

Deutschlandfunk | Ulrich Schneider im Gespräch mit Jasper Barenberg

Am 16. November hat das Bundeskabinett eine Formulierungshilfe für den Gesetzesentwurf zur Ausweitung des Unterhaltsvorschusses für Alleinerziehende beschlossen. Nun fordert der Paritätische Gesamtverband Freibeträge beim Unterhaltsvorschuss für alleinerziehende Hartz-IV-Empfänger. Ulrich Schneider, der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, gegenüber dem Deutschlandfunk: "Die brauchen wir, damit die Mütter und ihre Kinder auch wirklich was davon haben."

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