Familienrechtliche Presseschau Januar 2018

- Redaktionsmeldungen

Düsseldorfer Tabelle, Digitales Erbe, Anfechtung der Vaterschaft

Die FamRZ verfolgt für Sie die Berichterstattung in den Medien zu aktuellen familienrechtlichen Themen. Einmal monatlich veröffentlichen wir auf famrz.de einen Überblick über die interessantesten Artikel – zum Weiterlesen, Diskutieren oder Wundern.

Glückliche Trennungskinder haben zwei Zuhause

derStandard.de

Das Wechselmodell spaltet nach wie vor die Gemüter. Der Standard berichtet nun von einer norwegischen Studie, die nachweist: Kinder, die nach der Trennung der Eltern zu gleichen Teilen bei Vater und Mutter leben, haben weniger psychische Probleme. In Norwegen war in den letzten zehn Jahren die Zahl der Eltern, die sich nach einer Scheidung für ihre Kinder zwei Zuhause ausgesucht haben, stark angestiegen.

Böse Minute – Neue Düsseldorfer Tabelle

WDR.de | Ausschnitt aus der Sendung „Frau TV“

Zwar wurden mit der neuen Düsseldorfer Tabelle die Bedarfssätze erhöht – eigentlich sollten Trennungskinder also künftig mehr bekommen. Da aber gleichzeitig erstmals seit 10 Jahren die Einkommensgruppen angehoben wurden, ist dies faktisch nicht so: Viele Väter müssen nun weniger Unterhalt zahlen als zuvor. „Geht’s noch? Wie kann das sein?“ fragt der WDR in einer „Bösen Minute“.

Facebook-Account muss im Todesfall vererbbar sein!

Bild.de | Franz Solms-Laubach

Am 25.1.2018 fand ein gemeinsames Symposium des Deutschen Anwaltsvereins und des Deutschen Juristentags statt. Das Ergebnis der Diskussionen: Der „Digitale Nachlass“ müsse endlich rechtlich geregelt werden. In BILD fordern auch Hessens und Bayerns Justizminister ein „digitales Erbrecht“. Im Erbrecht 2.0 dürfe nichts anderes gelten als in der analogen Welt.

Streit um Vaterschaft: Im Zweifel schlägt Bindung die Gene

Süddeutsche.de | Wolfgang Janisch

Die SZ berichtet über den BGH-Beschluss v. 15.11.2017 – XII ZB 389/16 zur Anfechtung der Vaterschaft. Das Urteil stellt die soziale Bindung und das Wohl des Kindes bei einer Vaterschaft in den Vordergrund. Hintergrund ist die Klage eines Mannes, der biologischer und sozialer Vater einer Tochter ist, aber nicht ihr rechtlicher. Das Urteil sei ein Auftrag an den Gesetzgeber, so der Artikel, biologischen Vätern den Rechtsweg zur Anerkennung der Vaterschaft zu erleichtern.

 

 

 

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