Familienrechtliche Presseschau Dezember 2018

- Redaktionsmeldungen

Kinderrechten, Änderung des Geburtsdatums, Ehe für alle, Embryonen-Spende

Die FamRZ verfolgt für Sie die Berichterstattung in den Medien zu aktuellen familienrechtlichen oder das Familienrecht berührenden Themen. Einmal monatlich veröffentlichen wir auf famrz.de einen Überblick über die interessantesten Artikel – zum Weiterlesen, Diskutieren oder Wundern.

"Medienkompetenz von klein auf erlernen"

ZDF (Heute.de) | Katharina Gerarts im Gespräch mit Florence-Anne Kälble

Kinder haben auch im Internet Rechte. Für die dort lauernden Gefahren sind sie zwar sensibilisiert - doch sie fühlen sich schlecht vorbereitet auf eine digitale Zukunft, wie kürzlich eine Studie zeigte. Medienkompetenz hilft ihnen, sich im Netz zu behaupten und dabei nicht alles von sich preiszugeben. Wie, das erklärt Katharina Gerarts, Professorin für Kindheitswissenschaften an der Evangelischen Hochschule Darmstadt, im Gespräch mit heute.de. Zum Teil könne man mit der Vermittlung schon in der Kita einsetzen, so die Expertin.

Dutch court rejects man’s request to be 20 years younger

The Guardian | Associated Press in The Hague

Wenn eine Namensänderung und eine Geschlechtsänderung möglich sind - wieso dann nicht auch eine Änderung des Alters? So dachte laut eigener Aussage der 69-jährige Holländer, der im vergangenen Monat ein niederländisches Gericht bat, sein Geburtsdatum offiziell auf 49 zu ändern. Der Grund: Sein offizielles Alter spiegele nicht seinen emotionalen Zustand wider.

Kulturkampf um die Ehe für alle

Basler Zeitung | Michael Meier

Während in Deutschland schon die Umsetzung des Eheöffnungsgesetzes ein Thema ist, debattiert die Schweiz derzeit noch über die Öffnung. Der Artikel in der Basler Zeitung betrachtet in diesem Zusammenhang den Umgang der Kirchen mit der "Ehe für alle". Dort gälten noch immer jahrhundertealte theologische Konzepte, die von der heutigen Lebenswirklichkeit weit entfernt seien. Nur die Reformierten bildeten "eine liberale Insel in der konservativen Brandung der anderen Kirchen, welche die Ehe für alle als unverdaulichen Kulturschock erleben."

Die Kinderrecht-Blockade

Tagesspiegel | Caroline Fetscher

Der BGH hat ein Verfahren ausgesetzt und dem BVerfG zur Entscheidung vorgelegt, in dem es maßgeblich auf die Wirksamkeit des Gesetzes zur Bekämpfung von Kinderehen ankommt (Beschluss v. 14.11.2018 – XII ZB 292/16). Auch das Deutsche Institut für Menschenrechte (DIMR) äußerte sich zum Thema Kinderehen und forderte, dass „der Kindeswohlmaßstab als Leitprinzip bei Ehen Minderjähriger“ gelten müsse. Die Autorin betrachtet in ihrer Kolumne - aufbauend auf diesem Statement - die Arbeit des DIMR in Bezug auf Kinderrechte kritisch.

Wegweisendes Urteil im Streit um Embryonen-Spende

Bayerischer Rundfunk | Anna Klein

Das Netzwerk Embryonenspende aus Höchstädt vermittelt imprägnierte Eizellen. Doch gesetzlich ist nicht klar definiert, ob diese als befruchtet gelten. Das Landgericht Augsburg hat den Freispruch des Amtsgerichts Dillingen bestätigt. Laut Richter Christian Grimmeisen handelt es sich bei der Vermittlung von befruchteten Eizellen um eine „höchst lobenswerte“ Tätigkeit.

„Bestrafe das Kind, erziehe die Eltern“

Deutschlandfunk Kultur | Alexander Kissler im Gespräch mit Axel Rahmlow

Eine Waldorfschule in Berlin will das Kind eines AfD-Politikers nicht aufnehmen. Sie begründet die Entscheidung mit dem Kindeswohl. Im Beitrag von Deutschlandfunk Kultur geht der Publizist Alexander Kissler mit der Schule deswegen hart ins Gericht: Um „weltanschauliche Frontbegradigung“ zu betreiben, werde eine Kinderseele gebrochen.

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