Familienrechtliche Presseschau April 2019

- Redaktionsmeldungen

Lebenserhaltende Maßnahmen, Sterbehilfe, Pixi-Bücher, Ehe für alle, Kita-Chaos

Die FamRZ verfolgt für Sie die Berichterstattung in den Medien zu aktuellen familienrechtlichen Themen. Einmal monatlich veröffentlichen wir auf famrz.de einen Überblick über die interessantesten Artikel – zum Weiterlesen, Diskutieren oder Wundern.

Das Leiden nicht unnötig verlängern

Deutschlandfunk Kultur | Matthias Thöns im Gespräch mit Stephan Karkowsky

Ein unheilbar Kranker hat keine Patientenverfügung. Sein Arzt stellt die lebensverlängernden Maßnahmen daher nicht ein. Nach dem Tod des Patienten klagen Angehörige auf Zahlung von Schmerzensgeld oder Schadensersatz. Dieser Fall, zu dem der BGH am 2.4.2019 entschied, erregte in den letzten Wochen Aufmerksamkeit. Der Deutschlandfunk sprach dazu mit Matthias Thöns, einem Palliativmediziner, der als Sachverständiger am Verfahren beteiligt war. Er sagt: Die Ärzte haben Fehler gemacht.

Mein Recht auf Gift

Zeit | Markus Sehl

Mit dem Recht auf würdevolles Sterben beschäftigt sich auch ein Artikel in der Zeit. Thematisiert wird darin u.a. der politische Widerstand, der sich 2017 gegen das Sterbehilfe-Urteil des BVerwG formierte. Es sei "zum offenen Kräftemessen der Staatsgewalten, die politische Exekutive gegen die Verwaltungsjustiz, [gekommen]. Besonders brisant an diesem Streit: Juristisch lässt sich im Moment nicht auflösen, wer recht hat."

Die Welt im kleinen Quadrat

Süddeutsche Zeitung | Ulrike Heidenreich

Jedes Kind kennt die Pixi-Bücher aus dem Carlsen Verlag. Hatten diese bis vor kurzem noch v.a. niedliche Tierchen, Conni oder Märchenfiguren zum Inhalt, so finden immer mehr auch ernste Themen Eingang in die Bücher: Es gibt dort nun Scheidungskinder, es geht um Gewalt, um Armut. Nun stellte Bundesfamilienministerin Franziska Giffey das neueste Pixi-Buch "Stopp, privat!" vor. Im Fokus: der Schutz der Intimsphäre von Kindern.

Ehe für alle baut Vorurteile ab

Tagesspiegel | Tilmann Warnecke

US-Psychologinnen und -Psychologen werteten in den vergangenen zwölf Jahren die Einstellungen von fast einer Million US-Amerikanerinnen und -Amerikanern zur Ehe für alle aus. Das Ergebnis: Die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare schwäche Vorurteile gegenüber Lesben und Schwulen ab. Allerdings nicht überall.

Der Kita-Kollaps

Zeit | Johanna Schoener

Im Januar kündigte eine Kita in Berlin Tempelhof 113 von 221 Kindern den Betreuungsplatz. Die Kita-Aufsicht des Berliner Senats hatte zuvor festgestellt, dass die Kinider dort "nicht fachgerecht" betreut wurden. Welche Folgen dies für die Familien hatte, zeigt der Zeit-Artikel anhand einiger Beispiele. Daran anschließend beschäftigt sich in derselben Ausgabe ein Artikel mit dem deutschen Kita-Chaos sowie dem Gute-Kita-Gesetz und fragt: "Sind die Kitas noch zu retten?"

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