Sammelung von Rechtssprechungen in Bücher im Regal

Familienrecht in Europa: Sonderheft 18, 2026

- Redaktionsmeldungen

Vorschau auf die nächste Ausgabe der FamRZ

Am 15.9.2025 wird das jährliche Sonderheft 18 der FamRZ mit dem Schwerpunkt Europäisches Familienrecht veröffentlicht. Die Mitglieder des internationalen Beirats der FamRZ sowie weitere Autorinnen und Autoren aus dem In- und Ausland berichten auch dieses Jahr zu Gesetzgebung und Rechtsprechung in ihren Ländern. Als FamRZ-Abonnent können Sie die Sonderausgabe jetzt online lesen:

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Entwicklungen im Europäischen Personen- und Familienrecht

Wie jedes Jahr blicken Christian Kohler und Walter Pintens auch im diesjährigen Heft 18 auf die Entwicklungen im Europäischen Personen- und Familienrecht zurück. Der Bericht greift im Anschluss an die letzte Zusammenfassung in FamRZ 2025, 1417 {FamRZ-digital | FamRZ bei juris} folgende Themen auf:

Europäische Union

  1. 25 Jahre EU-Grundrechtecharta
  2. Minderjährigenschutz im Internet
  3. Vorhaben der Europäischen Union
  4. Unionsbürgerschaft und Staatsangehörigkeit der Mitgliedstaaten
  5. Rechtsprechung des EuGH zur Erbrechtsverordnung
  6. Rechtsprechung des EuGH zu den Auswirkungen der Unionsbürgerschaft auf das Personen- und Familienrecht der Mitgliedstaaten
  7. Europäische Rechtsprechung zum Familienverfahrens- und -kollisionsrecht

Europarat

  1. 75 Jahre Europäische Menschenrechtskonvention
  2. Empfehlungen

Haager Konferenz für internationales Privatrecht

  1. Abstammung
  2. Schutzanordnungen

Neueste Entwicklungen im italienischen Familienrecht

Das italienische Familienrecht war im Jahr 2025 Gegenstand bedeutender richterlicher Fortentwicklung. Die von Prof. Dr. Salvatore Patti im Überblick dargestellten Entscheidungen des Verfassungsgerichts (Corte costituzionale) und des Kassationsgerichts (Corte di cassazione) betreffen zentrale Bereiche des Familien- und Kindschaftsrechts. Im Einzelnen behandeln sie

  • die Öffnung der internationalen Adoption für Alleinstehende,
  • die Namensführung bei Volljährigen- und Minderjährigenadoption,
  • den Status von Kindern aus medizinisch unterstützter Fortpflanzung im Ausland,
  • die Wirksamkeit ehevertraglicher Rückzahlungsvereinbarungen für den Trennungsfall
  • sowie die rechtliche Einordnung finanzieller Leistungen nach Beendigung einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft.

Die Entscheidungen verdeutlichen eine zunehmende Ausrichtung der italienischen Rechtsprechung am Kindeswohl, an der persönlichen Identität und an einem pluralistischen Familienverständnis.

Änderungen im tschechischen Scheidungsrecht

Im Januar 2026 trat in Tschechien eine Novelle des Bürgerlichen Gesetzbuchs in Kraft, die gemeinhin als „Scheidungsnovelle“ bezeichnet wird, wie Dr. Lenka Westphalová in ihrem Artikel berichtet. Ihr Ziel war es in erster Linie, das Sorgerechts- und das Scheidungsverfahren zu verbinden, um diese insbesondere zu beschleunigen, wenn sich die Ehegatten/Eltern einig sind.

Diese Novelle verändert jedoch auch die Sichtweise auf die Regelung der elterlichen Sorge nach der Scheidung, indem sie alle Formen der elterlichen Sorge durch den Begriff der gleichberechtigten elterlichen Sorge ersetzt, ohne zwischen alleiniger, abwechselnder und gemeinsamer Sorge zu unterscheiden.

Darüber hinaus tritt ab dem 1.1.2026 ausdrücklich ein Verbot körperlicher Züchtigung von Kindern in Kraft. Schließlich wurden auch die Regelungen zur vorläufigen Regelung der elterlichen Verantwortung grundlegend geändert.

 

Alle weiteren Länderberichte auf einen Blick

Weitere Berichte befassen sich mit aktuellen Entwicklungen im Familienrecht, Personenrecht und Erbrecht in

  • England und Wales (Dr. Brian Sloan)
  • Frankreich (Prof. Dr. Frédérique Ferrand)
  • Griechenland (Prof. Dr. Eleni Zervogianni)
  • Irland (Dr. Brian Sloan)
  • Portugal (Prof. Dr. Paula Távora Vítor)
  • Schweden (Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Maarit Jänterä-Jareborg)
  • Schweiz (Prof. Dr. Regina E. Aebi-Müller)
  • Serbien (Prof. Dr. Olga Cvejić Jančić und Prof. Dr. Melanija Jančić Mihić)
  • Slowenien (Prof. Dr. Barbara Novak)

Auch im Rechtsprechungsteil der FamRZ 2026, Heft 18, liegt der Schwerpunkt auf IPR, europäischem Recht und deutschem Recht mit Auslandsbezug. Zudem erwarten Sie Buchbesprechungen zu thematisch relevanten Veröffentlichungen.

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