Vorstellung neuer Zahlen zur Partnerschaftsgewalt 2017

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Fast 50% der Betroffenen leben in einem Haushalt mit Verdächtigen

Zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen veröffentlicht Bundesfrauenministerin Dr. Franziska Giffey am 20.11.2018 die „Kriminalstatistische Auswertung zu Partnerschaftsgewalt 2017“. Erstellt wurde die Auswertung durch das Bundeskriminalamt. Die Auswertung wurde gegenüber den beiden Vorjahren erweitert und an die neue Gesetzeslage angepasst.

 

Von Partnerschaftsgewalt sind überwiegend Frauen betroffen

Im Jahr 2017 wurden durch ihre Partner oder Ex-Partner insgesamt 138.893 Personen Opfer versuchter und vollendeter Taten. Zu den Delikten gehören

  • Mord und Totschlag,
  • Körperverletzungen,
  • Vergewaltigung,
  • sexuelle Nötigung,
  • Bedrohung,
  • Stalking und Nötigung,
  • Zuhälterei

Die Auswertung des BKA zeigt: Es sind zu über 82 Prozent Frauen, die von Partnerschaftsgewalt betroffen sind, insgesamt 113.965. Fast die Hälfte (49,1 Prozent) von ihnen lebte in einem Haushalt mit dem Tatverdächtigen. Bundesfrauenministerin Dr. Giffey:

Häufiger als jeden dritten Tag wird in Deutschland eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet. 2017 starben insgesamt 147 Frauen durch sogenannte Partnerschaftsgewalt. Das ist für ein modernes Land wie Deutschland eine unvorstellbare Größenordnung. Es geht um Straftaten, die geahndet werden und für die die Täter zur Verantwortung gezogen werden müssen. Genauso wichtig ist, den Frauen Hilfe und Unterstützung zukommen zu lassen. Dazu haben wir ein Aktionsprogramm gegen Gewalt an Frauen gestartet und einen Runden Tisch von Bund, Ländern und Kommunen eingerichtete, der abgestimmte Gegenmaßnahmen erarbeiten wird.

Die gesamte Auswertung finden Sie auf der Website des BKA.

Quelle: Pressemitteilung des Bundesfamilienministeriums Nr. 085 vom 20.11.2018

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