Sammelung von Rechtssprechungen in Bücher im Regal

„Lebenskarte“ informiert über finanzielle Folgen von Lebensentscheidungen

Digitales Angebot des BMFSFJ soll wirtschaftliche Eigenständigkeit stärken

Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) hat sein digitales Serviceportal „Lebenskarte – orientieren, informieren, auf eigenen Füßen stehen“ erweitert. Das Angebot soll Bürgerinnen und Bürger dabei unterstützen, die finanziellen Folgen wichtiger Lebensentscheidungen besser einzuschätzen und ihre wirtschaftliche Eigenständigkeit langfristig zu sichern.

Das Portal bündelt Informationen zu verschiedenen Lebensphasen – von Ausbildung und Berufseinstieg über Partnerschaft, Eheschließung und Familiengründung bis hin zu Trennung, Scheidung und Altersvorsorge. Die Inhalte stammen nach Angaben des Ministeriums aus verlässlichen staatlichen Quellen und sollen eine informierte und selbstbestimmte Lebensplanung ermöglichen.

 

„Lohn-O-Mat“ berechnet Einkommen und Rentenansprüche

Herzstück des Angebots ist der gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik entwickelte „Lohn-O-Mat“. Mit dem digitalen Rechner können Einzelpersonen und Paare ermitteln, wie sich Entscheidungen etwa zur Arbeitszeit, zur Steuerklassenwahl oder zu einem Jobwechsel auf das verfügbare Einkommen und die spätere Rente auswirken.

Damit nimmt das Portal insbesondere Entscheidungen in den Blick, die innerhalb von Partnerschaften und Familien häufig gemeinsam getroffen werden. Dazu gehört etwa die Frage, wie Erwerbsarbeit, Kinderbetreuung oder die Pflege von Angehörigen unter den Partnern aufgeteilt werden. Gerade längere Erwerbsunterbrechungen und Teilzeitarbeit können sich langfristig auf Einkommen, Altersvorsorge und die finanzielle Absicherung bei einer Trennung auswirken.

Die „Lebenskarte“ wurde unter Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern sowie Fachleuten aus Politik, Verwaltung und Forschung entwickelt. Ihre erweiterte Fassung stellte Bundesfamilienministerin Karin Prien im Juni 2026 im Rahmen der ersten Bund-Länder-Aktionswoche zur wirtschaftlichen Eigenständigkeit vor.

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