Handreichung zur grenzüberschreitenden Einzelfallarbeit

- Pressemitteilungen

Deutscher Verein veröffentlicht Leitfaden für Jugendämter und Gerichte

Jugendämter und Gerichte sind zunehmend mit grenzüberschreitenden Fragestellungen, wie

  • Kinderschutz
  • Kindesentführungen
  • Unterbringungen im Ausland
  • migrationsspezifischen Fragestellungen

konfrontiert. Um Fachkräfte der Jugendhilfe vor Ort zu unterstützen, hat der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. eine Handreichung vorgelegt.

In komplexen interkulturellen und grenzüberschreitenden Fällen ist es wichtig, dass Fachkräfte in der Jugendhilfe professionelle und verlässliche Unterstützung bekommen. Ein sogenanntes ‚internationales Jugendamt‘ existiert nicht,

sagt Michael Löher, Vorstand des Deutschen Vereins, anlässlich der Veröffentlichung.

 

Veranschaulichung der Unterschiede internationaler Arbeitsweisen

Jedes Land hat eigene Familienrechts- und Jugendhilfesysteme. Hinzu kommen kulturelle Unterschiede und Sprachbarrieren, was leicht zu Missverständnissen bei den Betroffenen führen und den Hilfeprozess erschweren kann. Zusätzlich müssen internationale Übereinkommen zwischen den Staaten und auf europäischer Ebene beachtet werden. Die aktuell erschienene Handreichung

  • zeigt anhand von Beispielen aus der täglichen Arbeit des Internationalen Sozialdienstes (ISD) im Deutschen Verein Handlungswege bei typischen Konstellationen auf,
  • gibt Informationen zum rechtlichen Rahmen,
  • formuliert Verfahrensabläufe
  • benennt Ansprechpartner/innen.

Dabei wird im Besonderen auf die Themen Kinderschutz, Kindesentführung, Auslandsunterbringung, sowie Umgangs- und Sorgerechtskonflikte eingegangen. Zur Veranschaulichung der Unterschiede internationaler Arbeitsweisen in den Bereichen Kinderschutz, elterliche Verantwortung und Umgang werden beispielhaft die Jugendhilfesysteme von Polen, Spanien und dem Libanon skizziert.

Die Handreichung können Sie auf der Website des Deutschen Vereins kostenlos herunterladen.

 

Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V.  

Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. ist das gemeinsame Forum von

  • Kommunen und Wohlfahrtsorganisationen sowie ihrer Einrichtungen
  • der Bundesländer
  • der privatgewerblichen Anbieter sozialer Dienste
  • von den Vertretern der Wissenschaft

für alle Bereiche der Sozialen Arbeit, der Sozialpolitik und des Sozialrechts. Er begleitet und gestaltet durch seine Expertise und Erfahrung die Entwicklungen u.a. der Kinder-, Jugend- und Familienpolitik, der Sozial- und Altenhilfe, der Grundsicherungssysteme, der Pflege und Rehabilitation. Der Deutsche Verein wird gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

 

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Vereins vom 14.6.2018

Zurück