25 Millionen Kinder in der EU armutsgefährdet

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Pressemitteilung der Europäischen Union vom 16. November 2016

Wie die europäische Statistikbehörde Eurostat am 16. November meldete, sei jedes vierte Kind in der EU im vergangenen Jahr von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht gewesen. Besonders gefährdet seien Kinder, deren Eltern einen geringen Bildungsgrad haben.

In Deutschland weniger Kinder betroffen als 2010

Laut den Daten von Eurostat waren im Jahr 2015 insgesamt 25 Mio. Kinder im Alter von 0 bis 17 Jahren von Armut betroffen. Bei der Auswertzung berücksichtigt wurden Minderjährige, die

  • in Haushalten lebten, die trotz Sozialtransfers armutsgefährdet waren
  • materielle Entbehrungen erleiden mussten
  • in denen die Erwerbstätigen nur in sehr geringem Umfang einer Arbeit nachgegangen sind.

Am stärksten sind demnach Kinder in

  • Rumänien (46,8 Prozent)
  • Bulgarien (43,7)
  • Griechenland (37,8 Prozent)

betroffen. In Deutschland sind es 18,5 Prozent der Kinder, was im Vergleich zu 2010 einen leichten Rückgang von 3,2 Prozentpunkten bedeutet. Am stärksten gestiegen ist die Zahl der von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedrohten Kinder laut der Statistik in den letzten fünf Jahren in Griechenland: Von 28,7 Prozent in 2010 auf 37,8 Prozent in 2015. Im EU-Durchschnitt sind die Zahlen von 27,5 Prozent auf 26,9 Prozent leicht gesunken. Den stärksten Rückgang hat Litauen zu verzeichnen: von 42,2 Prozent auf 31,3 Prozent.

Bildung der Eltern entscheidend

Der Bildungsgrad der Eltern hat offenbar einen entscheidenden Einfluss auf das Armutsrisiko der Kinder. Im EU-Durchschnitt sind 65,5 Prozent der Kinder, deren Eltern eine geringe Bildung (höchstens untere Sekundarstufe) haben, von Armut bedroht; in Deutschland sogar 78,7 Prozent. Besser sieht es in Dänemark aus: Hier sind weniger als die Hälfte (41,9 Prozent) der Kinder gefährdet.


Quelle: Pressemitteilung der Europäischen Union vom 16. November 2016

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