Mitteilung des Statistischen Bundesamts vom 27.4.2026
Im Jahr 2025 sind in Deutschland nach vorläufigen Ergebnissen rund 654.300 Kinder geboren worden. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 3,4 % weniger als im Vorjahr. Damit ging die Geburtenzahl im vierten Jahr in Folge zurück und erreichte den niedrigsten Stand seit 1946.
Gleichzeitig starben 2025 rund 1,01 Mio. Menschen. Die Zahl der Sterbefälle überstieg damit die Zahl der Geburten um rund 352.000 – das größte Geburtendefizit der Nachkriegszeit. Als Gründe für die niedrigen Geburtenzahlen nennt Destatis zum einen die zahlenmäßig kleinen 1990er-Geburtsjahrgänge, die nun das wichtige fertile Alter Anfang 30 erreichen, und zum anderen die seit 2022 sinkende zusammengefasste Geburtenziffer.
Rückgang im Osten stärker
Die Struktur der Geburten nach Geburtenfolge blieb 2025 nahezu stabil: 46,6 % der Neugeborenen waren erste Kinder, 34,8 % zweite Kinder und 18,6 % dritte oder weitere Kinder der Mutter. Regional sank die Geburtenzahl in den östlichen Bundesländern mit 4,5 % stärker als in den westlichen Bundesländern mit 3,2 %.
Als einziges Bundesland verzeichnete Hamburg mit 0,5 % einen leichten Geburtenanstieg. Den stärksten Rückgang gab es in Mecklenburg-Vorpommern mit 8,4 %. Endgültige Ergebnisse für 2025 sowie relative Indikatoren wie die zusammengefasste Geburtenziffer will Destatis im Juli 2026 veröffentlichen.