Mitteilung des Statistischen Bundesamts vom 3. März 2026
Frauen tragen in Paarhaushalten in Deutschland nur selten den größeren Teil zum gemeinsamen Einkommen bei. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand von Erstergebnissen der Erhebung zu Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC) 2025 mitteilt, war die Frau nur in 9,9 % der Paarhaushalte Haupteinkommensbezieherin. In 55,8 % der Haushalte erzielte dagegen der Mann den überwiegenden Teil des Nettoeinkommens. Bei 34,3 % der Paare verfügten beide über ein in etwa gleich hohes Einkommen.
Besonders ausgeprägt sind die Unterschiede in Paarfamilien mit Kindern. Hier war die Frau lediglich in 7,7 % der Fälle Haupteinkommensbezieherin, während dies auf Männer in 64,6 % der Haushalte zutraf. In 27,7 % der Paarfamilien mit Kindern lagen die Einkommen beider Partner ungefähr gleichauf. Ohne Kinder im Haushalt fällt die Einkommensverteilung etwas ausgewogener aus: In 11,4 % der Paarhaushalte ohne Kinder hatte die Frau das höhere Einkommen, in 50,1 % der Mann. Bei 38,5 % der Paare ohne Kinder verdienten beide ähnlich viel.
Nur leichte Verschiebung im Vergleich zu 2021
Einen wesentlichen Grund für die stärkeren Einkommensunterschiede in Familien mit Kindern sieht Destatis in der unterschiedlichen Erwerbsbeteiligung von Müttern und Vätern. Mütter arbeiten deutlich häufiger in Teilzeit als erwerbstätige Frauen insgesamt, während Väter seltener in Teilzeit beschäftigt sind als andere erwerbstätige Männer.
Im Vergleich zu 2021 haben sich die Verhältnisse nur leicht verschoben. Der Anteil der Frauen als Haupteinkommensbezieherinnen sank von 10,5 % auf 9,9 %, zugleich ging aber auch der Anteil der Männer in dieser Rolle von 58,8 % auf 55,8 % zurück. Entsprechend stieg der Anteil der Paare mit in etwa gleich hohen Einkommen von 30,7 % auf 34,3 %.
Grundlage der Auswertung ist die EU-SILC-Erhebung 2025. Betrachtet wurden ausschließlich Paarhaushalte unterschiedlichen Geschlechts; die Einkommensangaben beziehen sich jeweils auf das Vorjahr der Erhebung. Weitere methodische Hinweise finden Sie auf der Website von Destatis.