20% der 2015 geborenen Babys hatten ausländische Mutter

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Mitteilung des Statistischen Bundesamts vom 21. September 2016

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, hatten von den insgesamt 738.000 im Jahr 2015 geborenen Kindern 590.000 eine deutsche Mutter und 148.000 eine Mutter mit ausländischer Staatsangehörigkeit. Damit stieg der Beitrag ausländischer Frauen zu allen Geburten in Deutschland auf 20 %. Zwischen 1996 und 2014 hatte ihr Anteil stabil 17 % bis 18 % betragen.

Die Zahl der Geborenen stieg im Vergleich zum Jahr 2014 insgesamt um 22.650. Dazu trugen vor allem Frauen mit ausländischer Staatsangehörigkeit bei (+ 17.280). Die Zunahme der Geborenen von deutschen Frauen fiel dagegen mit + 5.370 Kindern eher gering aus. Der Geburtenanstieg des Jahres 2015 unterscheidet sich damit deutlich von dem des Jahres 2014. Im Jahr 2014 wurden rund 33.000 Kinder mehr als im Vorjahr geboren. Zu dieser Geburtenzunahme hatten mit 22.000 Babys in erster Linie Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit beigetragen. Frauen mit ausländischer Staatsangehörigkeit hatten 11.000 Kinder mehr als im Jahr zuvor zur Welt gebracht.

Deutliche Zunahme der Geburtenzahl bei Syrerinnen

Mehr als die Hälfte der 148.000 Geborenen ausländischer Mütter entfiel auf 10 Staatsangehörigkeiten. Aus dieser Gruppe kamen 2015 nur von Türkinnen und von Russinnen weniger Kinder zur Welt als im Vorjahr (jeweils – 2 %). Bei den Geborenen von Frauen mit anderen ausländischen Staatsangehörigkeiten gab es gegenüber 2014 einen stärkeren Anstieg als bei den deutschen Frauen, so zum Beispiel bei Geborenen von

  • Rumäninnen (+ 47 % auf 8.150)
  • Kosovarinnen (+ 18 % auf 7.150)
  • Serbinnen (+ 13 % auf 5.600)
  • Bulgarinnen (+ 34 % auf 4.200).

Besonders stark war aber der Anstieg der Babys von Syrerinnen: Deren Geburtenzahl hat sich von 2.300 auf 4.800 mehr als verdoppelt. Zwischen 2000 und 2011 war die Zahl der Geborenen von syrischen Müttern relativ stabil und ist offenbar mit zunehmender Zuwanderung in den Jahren 2012 bis 2014 zuerst allmählich angestiegen, bevor es zur stärkeren Zunahme 2015 kam.


Quelle: Pressemitteilung Nr. 332 des Statistischen Bundesamts vom 21.09.2016

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