Mitteilung des Statistischen Bundesamts vom 26.6.2026
Im Jahr 2025 wurden in Deutschland rund 130.100 Ehen durch richterlichen Beschluss geschieden. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) waren das 0,6 % bzw. 716 Scheidungen mehr als im Vorjahr. Langfristig bleibt die Zahl der Scheidungen jedoch deutlich rückläufig: Gegenüber dem Jahr 2003, dem Höchststand seit der deutschen Vereinigung, lag sie 2025 um 39,2 % niedriger.
Auch die Zahl der Eheschließungen ist weiter gesunken. Im Jahr 2025 wurden rund 348.800 Ehen geschlossen, 0,1 % bzw. 403 weniger als 2024. Damit erreichte die Zahl der Eheschließungen den niedrigsten Stand seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1950. 339.900 Ehen wurden zwischen Mann und Frau geschlossen, 8.900 zwischen Personen gleichen Geschlechts.
Rund 113.400 minderjährige Kinder von Scheidung betroffen
Insgesamt erlebten 2025 rund 113.400 Minderjährige die Scheidung ihrer Eltern. Bei den geschiedenen Ehen mit minderjährigen Kindern hatten 47,6 % ein Kind, 40,5 % zwei Kinder und 11,9 % drei oder mehr Kinder. Damit setzt sich laut Destatis ein längerfristiger Trend fort: Der Anteil der Scheidungen mit einem Kind nimmt ab, der Anteil der Scheidungen mit zwei oder mehr Kindern steigt.
Die meisten Ehen wurden nach einjähriger Trennungszeit geschieden. Im Durchschnitt waren die 2025 geschiedenen Paare 14 Jahre und 7 Monate verheiratet. Rund 1.700 gleichgeschlechtliche Paare ließen sich scheiden; das waren 10,0 % mehr als im Vorjahr.