Abschlussbericht zur Zukunft der Kinder- und Jugendhilfe

Startschuss für Entwurf des neuen Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes

Am 10.12.2019 hat Bundesjugendministerin Dr. Franziska Giffey den Abschlussbericht eines Dialog- und Beteiligungsprozesses zur Zukunft der Kinder- und Jugendhilfe (SGBVIII) entgegengenommen. Gemeinsam mit der Parlamentarischen Staatssekretärin Caren Marks wertete sie zudem erste Ergebnisse aus. Damit fiel der Startschuss zur Erarbeitung eines neuen Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes, das die Ministerin im Frühjahr 2020 vorlegen will.

Die wichtigsten Ziele, die man mit dem neuen Gesetz erreichen will, sind:

  • mehr Beteiligung von jungen Menschen, Eltern und Familien,
  • besserer Kinder- und Jugendschutz,
  • Stärkung von Pflege- und Heimkindern,
  • mehr Prävention vor Ort,
  • Hilfen aus einer Hand für Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderungen.

 

Abschlussbericht umfasst beinahe 1.300 Seiten

Der Dialogprozess zur Zukunft der Kinder- und Jugendhilfe (SGBVIII) stand unter dem Motto „Mitreden - Mitgestalten“. Darin hatten über ein Jahr lang Expertinnen und Experten, die

  • auf kommunaler, Landes- oder Bundesebene,
  • in Fachverbänden und Fachorganisationen,
  • in Wissenschaft und Forschung,
  • bei öffentlichen oder freien Trägern,
  • in der Kinder- und Jugendhilfe,
  • in der Behindertenhilfe
  • in der Gesundheitshilfe

tätig sind, über die Modernisierung der Kinder- und Jugendhilfe diskutiert. Insgesamt brachten sich mehr als 5.400 Fachleute und Betroffene ein. Die Debatten in der AG „SGB VIII: Mitreden- Mitgestalten“ sind auf fast 1.300 Seiten festgehalten.

Das BMFSFJ wird den Abschlussbericht und die darin enthaltenen Empfehlungen jetzt gründlich prüfen und die Ergebnisse in das Gesetzgebungsverfahren aufnehmen. Im nächsten Frühjahr wird der Entwurf für ein neues Kinder- und Jugendstärkungsgesetz vorgelegt. Fachwelt und Betroffene sind weiterhin eingeladen, mitzureden und mitzugestalten.

 

Quelle: Pressemitteilung des BMFSFJ vom 10.12.2019

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