Verwirkung bei nicht geltend gemachtem Unterhaltsanspruch

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Bundesgerichtshof, Beschluss v. 31.1.2018 – XII ZB 133/17

  1. Ein nicht geltend gemachter Unterhaltsanspruch kann grundsätzlich schon vor Eintritt der Verjährung und auch während der Hemmung nach § 207 I S. 2 Nr. 2 BGB verwirkt sein (Fortführung von Senatsurteil BGHZ 103, 62 = [m. Anm. Schmitz, S. 700], und Senatsbeschluss v. 16.6.1999 – XII ZA 3/99 -, ).
  2. Das bloße Unterlassen der Geltendmachung des Unterhalts oder der Fortsetzung einer begonnenen Geltendmachung kann das Umstandsmoment der Verwirkung nicht begründen (Anschluss an Senatsurteil v. 9.10.2013 – XII ZR 59/12 -, NJW-RR 2014, 195 = [LS.]).

Anm. d. Red.: Die Entscheidung wird veröffentlicht in FamRZ 2018, Heft 8.

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