FamRZ-Buch 19: Familienmediation

Familienmediation
  • Dr. Rudolf Schröder, Rechtsanwalt/Mediator
34.00
Inhalt
Inhaltsverzeichnis
Rezension

Mediation als Möglichkeit der Konfliktlösung findet heutzutage immer mehr Einzug in den Rechtsalltag: Sie ist Ausbildungsinhalt/Schlüsselqualifikation des juristischen Studiums (§ 5a Abs. 3 S. 1 DRiG); Gerichte können wegen § 278 Abs. 5 S. 2 ZPO n.F. auf eine außergerichtliche Streitschlichtung hinwirken; Jugendämter werden als Beratungsstellen bei Konflikten außergerichtlich eingeschaltet (§§ 16, 17 KJHG).

Gerade im Familienrecht mit den Konflikten emotionaler Art bietet sich diese Methode besonders an. Rechtspraktiker (Richter/Anwalt) sollten sich daher unbedingt mit der Materie vertraut machen. Mediatoren benötigen konkrete Anregungen/Vorschläge für die Durchführung einer erfolgreichen Mediation. Das FamRZ-Buch bietet daher sowohl ein ersten zusammenfassenden Überblick als auch Vertiefung für den, der schon mit der Thematik vertraut ist.

Veranschaulicht werden anhand zahlreicher Beispielsfälle, Übersichten und Grafiken

  • Allgemeine Grundlagen wie das Verfahren, Rolle und Haftung des Mediators
  • Basiswissen des Mediators (z.B. Grundlagen der Kommunikation, Stile und Techniken, Merkmale mediativer Kommunikation).

Vertieft wird dann eingegangen auf Besonderheiten der Familienmediation (u.a. mit der emotionalen Situation bei Scheidung/Trennung, den Regelungsgegenständen sowie Verfahren mit Kindern/Jugendlichen in verschiedenen Altersstufen). Vertragsmuster, Checklisten/Erfassungsbögen sowie eine Mediationsverfahrensordnung runden das Buch ab.

Das Buch wendet sich nicht nur an diejenigen, die als Mediatoren, Jugendämter, Richter, Anwälte zur Lösung anderer Konflikte beitragen. Es kann auch für die eigene Berufsausübung im Alltag, gerade im Umgang mit Konfliktparteien, wichtiges Basiswissen vermitteln und so die berufliche Arbeit erleichtern (so Rechtsanwältin Dr. Doris Kloster-Harz in FamRZ 2004, 597 f.).

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1. Teil: Allgemeine Grundlagen

1. Abschnitt: Einstimmung
I. Die Entwicklung der Mediation in Deutschland
II. Die Entwicklung im Bereich der Familienmediation

2. Abschnitt: Das Verfahren
I. Begriffliches
II. Grundlagen und Prinzipien der Mediation
III. Die Phasen des Mediationsverfahrens

3. Abschnitt: Die Rolle des Mediators
I. Das Rollenverständnis des Mediators
II. Rollenerwartung der Medianten

4. Abschnitt: Die Haftung des Mediators
I. Risiken bei Anbahnung und beim Abschluss des Mediationsvertrages
II. Risiken im Verfahren
III. Risiken beim Abschluss
IV. Risiken nach Beendigung
V. Verjährung
VI. Haftungsbegrenzung

5. Abschnitt: Das Recht in der Mediation

6. Abschnitt: Mediation und Rechtsberatungsmonopol

2. Teil: Basiswissen

1. Abschnitt: Grundlagen der Kommunikation
I. Begriffliches
II. Die Struktur einer Nachricht
III. Das Kuddelmuddel-Syndrom
IV. Die Empfangsstationen
V. Der Empfangscode
VI. Das Empfangsresultat und seine Wirkungen
VII. Interaktionen

2. Abschnitt: Kommunikationstatbestände
I. Der bedürftig abhängige Stil
II. Der helfende Stil
III. Der selbstlose Stil
IV. Der aggressiv entwertende Stil
V. Der sich beweisende Stil
VI. Der bestimmende kontrollierende Stil
VII. Der sich distanzierende Stil
VIII. Der mitteilungsfreudig dramatisierende Stil
IX. Der sachbezogene Stil (Harvard-Konzept)

3. Abschnitt: Kommunikationstechniken
I. Grundtechniken
II. Fallstricke im Gesprächsverfahren
III. Fragetechniken

4. Abschnitt: Kreativtechniken
I. Rollenspiel
II. Simulation (Sandkastenspiel)
III. Brainstorming
IV. Mind-Mapping

5. Abschnitt: Konflikte
I. Begriffliches
II. Der Bauplan des Menschen
III. Standardstrategien im Umgang mit Konflikten
IV. Strategien der Konfliktbewältigung
V. Dynamik, Eskalation und Deeskalation von Konflikten
VI. Der Umgang mit destruktivem Verhalten

6. Abschnitt: Die Merkmale mediativer Kommunikation
I. Einfühlendes Verstehen
II. Wertschätzung
III. Echtheit und Klarheit
IV. Systemisches Denken

3. Teil: Familienmediation

1. Abschnitt: Die emotionale Situation bei Trennung und Scheidung

2. Abschnitt: Die Regelungsgegenstände
I. Die Regelungsgegenstände mit wirtschaftlichem Bezug
II. Regelungsgegenstände elterliche Sorge und Umgangsrecht

3. Abschnitt: Kinder und Jugendliche im Mediationsprozess
I. Kinder der Altersgruppe bis zu 3 Jahren
II. Kinder der Altersgruppe von 3-6 Jahren
III. Kinder der Altersgruppe von 6-9 Jahren
IV. Kinder und Jugendliche der Altersgruppe von 10-13 Jahren
V. Jugendliche der Altersgruppe von 14-18 Jahren

4. Abschnitt: Ausblick

4. Teil: Arbeitsunterlagen

I. Vertragsmuster
II. Erfassungsbogen: Basisdaten zur Berechnung des Unterhalts
III. Erfassungsbogen: Basisdaten zur vermögensrechtlichen Auseinandersetzung
IV. Erfassungsbogen: Basisdaten zur Hausratsverteilung
V. Mediationsverfahrensordnung

Stichwortverzeichnis

Auch für den Juristen, ganz gleich ob Richter oder Anwalt, der in seinem Berufsleben stets mit der Lösung von menschlichen Konflikten konfrontiert wird vermittelt [der Teil "Konflikte"] für die Berufsausübung im Alltag, gerade im Umgang mit Konfliktparteien, wichtiges Basiswissen und kann damit die Arbeit erleichtern. [...] Für all diejenigen, die einen guten und praxisbezogenen Zugang zur Mediation suchen oder ihr Wissen über das Mediationsverfahren erweitern wollen, bietet das Buch einen schnellen und gut lesbaren Einstieg mit seinen präzisen und sachkundigen Darstellungen und einer Fülle von Hinweisen auf weiterführende Literatur.

RAin Dr. Doris Kloster-Harz in

Das Buch ist als Einstieg in den Mediationsbereich verständlich, im Aufbau gut gegliedert und leicht lesbar. Dem der sich an das Gebiet heranwagen will, macht es Lust und Laune darauf, ohne jedoch die Schwierigkeit der Aufgabe zu verschweigen."

RAin/FAin FamR Linde Kath-Zurhorst in FF 3/2005, S. 119

[Das FamRZ-Buch Familienmediation] bietet […] einen ausgezeichneten und praxisbezogenen Einblick.

Richter am Amtsgericht a.D. Dr. Hans van Els in JAmt 2004, 274

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