Kinder wachsen immer häufiger in Städten auf

Studie wertet aktuelle Bevölkerungsdaten aus

Die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) möchte die Frage klären, wo Kinder und damit Familien in Deutschland heute eigentlich leben. Deshalb hat sie das Wirtschaftsforschungs- und Beratungsunternehmen Prognos damit beauftragt, aktuelle Bevölkerungsdaten mit dem Fokus auf Kinder unter 6 Jahren auszuwerten. Die Ergebnisse sind in „Stadtkinder - Städte in Deutschland werden immer mehr zum Lebensraum für Familien“ zusammengefasst. Sie können die Studie kostenlos online auf der Website der FES abrufen.

Abwanderung vom Land in „Kinderboom“-Städte

Die wichtigsten Ergebnisse der Auswertung sind, dass

Laut Studie sei die steigende Anzahl von Kindern und Familien in den Städten auf Familiengründungen zuvor zugezogener Bildungswandernder zurückzuführen – und nicht etwa auf einen Zuzug von Familien selbst. Aus den Städten sei weiterhin eine Abwanderung von Familien und eine Suburbanisierung zu beobachten. Allerdings fielen diese Abwanderungen quantitativ geringer aus als die Zunahme der Familiengründungen in den Städten. Die Verfasser der Studie gehen davon aus, dass sich dieser Trend fortsetzen wird, da die Elterngeneration der Kinder von morgen bereits in den Städten angekommen ist. Ihre Empfehlung an die Politik lautet daher: Sie müsse dafür Sorge tragen, dass Mieten und Wohneigentum bezahlbar sind und dass in den Städten mehr in die Geburtshilfe sowie den Kita- und Schulausbau investiert wird.

Neben der kostenlosen Download-Version des Berichts stellt die FES auf ihrer Website auch eine interaktive Karte zur Verfügung. Diese visualisiert anschaulich die wichtigsten Zahlen aus der Auswertung „Stadtkinder - Städte in Deutschland werden immer mehr zum Lebensraum für Familien“. Sie finden sie unter http://www.fes.de/de/forum-politik-und-gesellschaft/spezialseiten/studie-kinder-wachsen-zunehmend-in-staedten-auf

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