Reform des Abstammungsrechts: Expertenkreis legt Bericht vor

Pressemitteilung des BMJV vom 4.7.2017

Die Expertinnen und Experten des Arbeitskreises Abstammungsrecht haben am 4. Juli 2017 in Berlin ihren Abschlussbericht an den Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz Heiko Maas offiziell übergeben. Den vollständigen Bericht können Sie als PDF-Dokument auf der Website des BMJV einsehen. Zu den Kernthesen des Arbeitskreises zählen u.a.:

Der Abschlussbericht des Arbeitskreises liefere einen wichtigen Beitrag zur Debatte um die Anpassung des Rechts an die soziale Wirklichkeit, so Maas bei der Übergabe. Familienmodelle veränderten sich und unsere Gesetze müssten diesen Veränderungen Rechnung tragen.

Geltendes Abstammungsrecht an gelebte Familienmodelle anpassen

Bundesjustizminister Heiko Maas hatte den Arbeitskreis im Februar 2015 eingesetzt, um Reformbedarf im Abstammungsrecht zu prüfen. Anlass gaben die zunehmende Vielfalt der heutigen Familienkonstellationen und die Entwicklungen der Reproduktionsmedizin, durch die fraglich ist, ob das geltende Abstammungsrecht den gelebten Familienmodellen noch ausreichend gerecht wird. Den interdisziplinären Kreis bildeten elf Sachverständige der Bereiche Familienrecht, Verfassungsrecht, Ethik und Medizin bzw. Psychologie. Mitglieder des Arbeitskreises waren:

An den zehn Sitzungen des Arbeitskreises nahmen zudem Vertreter des Bundeskanzleramtes und verschiedener Bundesministerien sowie Vertreter der Landesjustizministerien Bayern, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Berlin als Gäste teil.

Quelle: Pressemitteilung des BMJV vom 4.7.2017

© Verlag Ernst und Werner Gieseking GmbH, 2017 | Impressum | Datenschutz